In Hollywood kommt gerade das Bieterkarussell so richtig auf Touren. Objekt der Begierde ist das Filmunternehmen MGM (Metro Goldwyn Mayer – das Filmstudio mit dem brüllenden Löwen), das mit satten 3,8 Milliarden US-Dollar im roten Bereich liegt und dringendst Geld benötigt – Mondblitz berichtet bereits im November 2009 über die drohende Pleite. Immerhin gilt es demnächst, den “Kleinen Hobbit” zu produzieren, dessen Drehbeginn sich bereits aus Geldnöten verzögerte. Des Weiteren schwebt auch James Bond plötzlich in einer tödlichen Mission, aus der ihm nicht mal die pfiffigsten Gadgets von Q helfen können… keine Kohle, keine Gadgets – und wohl auch kein Film, zumindest nicht unter der Flagge von MGM.
Vor ein paar Tagen stieg nun die US-amerikanische Produktionsfirma Relativity Media (“State of Play – Stand der Dinge”, “American Gangster”) in das Bieterrennen mit ein und boten 500 Millionen Dollar an, um zumindest diese beiden zu erwartenden Blockbuster produzieren zu können.
Neuerdings melden nun auch die Gebrüder Scott reges Interesse an dem Filmstudio an. Die beiden Star-Regisseure Ridley Scott (“Blade Runner”, “Gladiator”, “Königreich der Himmel”) und Tony Scott (“Top Gun”, “Der Staatsfeind Nr. 1″, “Die Entführung der U-Bahn Pelham 123″) verfügen bereits durch ihre eigene Produktionsfirma “Scott Free” über Erfahrung, wie man ein Studio leitet… und falls diese nicht ausreicht, kann es ja kaum noch schlimmer kommen. Auf jeden Fall müsste es doch mit dem Teufel zugehen, wenn ein Filmstudio mit Superhelden wie James Bond und Gandalf nicht zu retten wäre!
